Die Biodiversität ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Ihr verdanken wir Nahrung, sauberes Wasser und Luft, Kleidung, Energie, Baustoffe, Medikamente sowie reizvolle und bewohnbare Landschaften. Im Siedlungsraum bieten vielfältige Natur und naturnahe Freiräume nicht nur wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sie haben auch positive Auswirkungen auf das psychische und physische Wohlbefinden und steigern damit die Lebensqualität der Menschen.
Früher waren Siedlungen meist eng mit der noch weitgehend extensiv landwirtschaftlich genutzten Umgebung verflochten sowie mit Gärten und Obstgärten durchsetzt. Seit über 100 Jahren verzeichnet der Siedlungsraum jedoch einen stetigen Rückgang an Naturnähe. Die Versiegelung der Böden und die Siedlungsverdichtung reduzieren das Angebot und die Qualität der Lebensräume, Infrastrukturen erschweren die Vernetzung von Siedlungszentren mit dem Umland, was die Bewegungen von Arten und den genetischen Austausch behindert. Heute ist die biologische Vielfalt stark bedroht und der Klimawandel beschleunigt das Artensterben zusätzlich.
Trotzdem besteht im Siedlungsraum grosses Potenzial zur Förderung der Biodiversität in der Aufwertung und der Vernetzung bestehender Grün- und Lebensräume. Die Gemeinden verfügen dabei über vielfältige Möglichkeiten. Erfolg verspricht ein koordiniertes Vorgehen von Politik, Planung, Bauwirtschaft und Zivilgesellschaft unter der Nutzung möglichst vieler Synergien, z. B. mit der Anpassung an den Klimawandel. Am Anlass liegt der Fokus auf der Vernetzung im Rahmen der ökologischen Infrastruktur sowie auf dem ökologischen Ausgleich im Siedlungsraum.
Abgerundet wird das Programm mit der Präsentation von Angeboten des Kantons für Gemeinden in verschiedenen Bereichen mit Bezug zur Biodiversität im Siedlungsraum, wie Raumplanung, Klimawandel und Nachhaltiger Entwicklung.
Anmeldeschluss ist der 19. Juni 2026.